Eine angemessene Sterilisationsintensität gewährleistet Lebensmittelsicherheit. Übermäßige Sterilisation bei hohen Temperaturen beeinträchtigt jedoch merklich Geschmack und Aroma von Lebensmitteln. Dies wirkt sich negativ auf Milchprodukte, Fertiggerichte, Snacks, Getränke und frisch zubereitete Speisen aus.Eine übermäßige Desinfektion von Produkten stellt keine geeignete Methode zur Desinfektion dar, da ein hoher Sterilisationsgrad, der außerhalb der Eigenschaften der jeweiligen Lebensmittelkategorie liegt, den Nährstoffgehalt verringern und die ursprünglichen Inhaltsstoffe verändern kann.
Wird Fleisch zu lange bei hoher Temperatur oder mit zu viel Hitze gegart, trocknen die Proteine stark aus und werden zäh. Zudem oxidieren die Fette schnell, wodurch der ursprüngliche Fleischgeruch in einen rauchigen oder verbrannten Geruch übergeht. Auch Getränke, Soßen und Fertiggerichte verlieren dadurch an Geschmack, was sich vor allem direkt auf das Kundenerlebnis auswirkt.
Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht bedeutet der Verlust von Inhaltsstoffen auch einen Verlust an Nährwert. Übermäßige Sterilisation zerstört einen Großteil des in Lebensmitteln enthaltenen Vitamin C und der B-Vitamine, da beide sehr hitzeempfindlich sind. Nicht nur der Nährwert von Säuglingsnahrung, Beikost und Tierfutter wird durch übermäßige Sterilisation beeinträchtigt, sondern auch Aussehen und Konsistenz können negativ beeinflusst werden. Gemüse verliert durch übermäßige Sterilisation seine Farbe, wird matschig und schmeckt unangenehm. Auch Dosenfutter und Lebensmittel in weichen Verpackungen weisen häufig eine trübe Brühe oder eine veränderte Konsistenz auf.
Diese Änderungen haben möglicherweise keine wirklichen Auswirkungen auf die Sicherheit.Sie können das Vertrauen der Verbraucher in die Produktqualität verringern oder den Wert des Produkts direkt mindern. Der Kern der Lebensmittelsicherheit besteht darin, „frei von Krankheitserregern und Verderb“ zu sein.
Veröffentlichungsdatum: 25. Juni 2026

